Dieses Gedicht ist für dich, Namenloser. Der reizbar und krank von
monotonem Warten auf Werweißwas noch immer durch die Jahreszeiten
taumelt. Und kein Tagebuch führt. Noch keiner, der wie du war, führte
eines. Du bist dir selbst überlassen. Und der Nostalgie nach Zukunft.
Auf deine schöne Weise wirst du die Flüchtlingslager und den Abschied
von den schönen Ornamenten der Sezessionsarchitektur überstehen.
Im Meisengefieder wirst du vielleicht das flüchtige Blinken einer Waffe
entdecken. Und dein einsamer Pfiff. Der dauert. Lange. Der wird sich
verhärten zu einer Elegie. Da kannst du nichts machen. So muss das geschehen.
Dann die Verzweiflung, die leise in uns rauscht. Die Sache ist die. Du kannst
noch
sechs Flaschen leeren, du wirst deine Figur im Spiegel einer fremden Erinnerung
nicht beleben. Bis zum Ende bleibst du der einzige und allein. Ganz sicher.